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SteuerTipp der Woche - Krudewig Steuermedien

Verpflegungspauschale: Wann bei Flugreisen die Pauschale nicht gekürzt wird

28.05.2015 - Nr. 21/15

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übernehmen Sie als Arbeitgeber für Ihren Arbeitnehmer die Kosten für eine Mahlzeit, ist dafür kein geldwerter Vorteil als Arbeitslohn zu versteuern, wenn Ihr Arbeitnehmer Anspruch auf eine Verpflegungspauschale hat. Allerdings werden die Verpflegungspauschalen gekürzt, wenn Ihr Arbeitnehmer von Ihnen (oder auf Ihre Veranlassung von einem Dritten) eine Mahlzeit erhält. Die Kürzung berechnen Sie von der vollen Verpflegungspauschale. Diese beträgt bei einer Inlandspauschale 20% für ein Frühstück = 24 € x 20% = 4,80 € und 40% für ein Mittag- oder Abendessen = 24 € x 40% = 9,60 €. 

Zu den Mahlzeiten, die Sie als Arbeitgeber Ihrem Arbeitnehmer kostenlos zur Verfügung stellen, gehören auch die Snacks, die unentgeltlich bei einer Beförderung mit dem Flugzeug, dem Schiff oder der Bahn angeboten werden, also im Beförderungspreis enthalten sind. Eine Kürzung der steuerlichen Verpflegungspauschale erfolgt aber nur, wenn es sich bei der Mahlzeit um ein Frühstück, Mittag- oder Abendessen handelt (BMF-Schreiben vom 19.05.2015, Az. IV C 5 – S 2253//15/10002).

Bei einem Snack, der als Mahlzeit einzustufen und zu allen Tageszeiten gleich ist, entscheidet nur der Zeitpunkt, zu dem das Essen verzehrt wird, darüber, ob es sich um ein Frühstück, Mittag- oder Abendessen handelt, das mit 4,80 € oder mit 9,60 € angerechnet wird. Kaffee und Kuchen am Nachmittag gehören somit nicht dazu, sodass eine Kürzung der Verpflegungspauschale nicht erfolgt. Auch die kleinen Tüten mit Chips, Salzgebäck, Schokowaffeln, Müsliriegel oder vergleichbare andere Knabbereien, die z. B. auf innerdeutschen Flügen oder Kurzstrecken-Flügen gereicht werden, erfüllen nicht die Kriterien für eine Mahlzeit, sodass auch hier eine Kürzung unterbleibt.

Beispiel:
Nach einem Geschäftsessen mit einem Geschäftspartner fliegt der GmbH-Geschäftsführer um 14.00 Uhr von München nach Berlin. Da er nachweisen kann, dass er bereits ein Mittagessen zu sich genommen hat, kann ihm der Snack, der im Beförderungspreis enthalten ist, nicht als Mittagessen zugerechnet werden.

Praxis-Tipp
Letztlich müssen Sie als Arbeitgeber beurteilen, ob und inwieweit die angebotenen Speisen nach ihrem jeweiligen Umfang und der Tageszeit tatsächlich an die Stelle einer Mahlzeit (Frühstück, Mittag- oder Abendessen) treten. Fliegt Ihr Arbeitnehmer zu einer Zeit, wo es kein Frühstück, Mittag- oder Abendessen gibt, z. B. am Nachmittag zwischen 15.00 Uhr und 17.00 Uhr, ist der Snack nicht als geldwerter Vorteil zu versteuern und die Pauschale nicht zu kürzen. Es ist ebenfalls kein geldwerter Vorteil zu versteuern, wenn es nur Chips, Salzgebäck, Schokowaffeln, Müsliriegel oder vergleichbare andere Knabbereien gibt.

Hinweis: Wenn Sie sich als Freiberufler/Unternehmer selbst auf eine Geschäftsreise begeben, gilt für Sie dasselbe, allerdings mit dem Unterschied, dass Sie die Kosten der Verpflegung nicht aus dem Flugpreis heraus rechnen müssen (4,80 € für ein Frühstück und 9,60 € für ein Mittag- oder Abendessen).

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Finanzwirt Wilhelm Krudewig, Steuerberater

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