Umsatzsteuer / Vorsteuerabzug

13.09.2012 Von: W. Krudewig

Bewirtungsrechnungen müssen auf den Namen des bewirtenden Unternehmers ausgestellt sein


Wenn Sie Geschäftsfreunde bewirten, dürfen Sie 70% des (Netto-)Rechnungsbetrags als Betriebsausgaben abziehen. Bei einer Gaststättenbewirtung müssen Sie Ihre Aufwendungen durch eine Rechnung nachweisen. Diese Rechnung muss auf den Namen des bewirtenden Unternehmers ausgestellt sein (jetzt erst veröffentlichtes BFH-Urteil vom 18.4.2012, X R 57/09). Ausnahme: Nur bei Kleinbetragsrechnungen bis 150 € ist es (entsprechend der umsatzsteuerlichen Regelung) nicht erforderlich, den Namen des bewirtenden Unternehmers aufzuführen.

Konsequenz: Sie können 70% der Bewirtungskosten nur dann als Betriebsausgaben abziehen, wenn Sie eine ordnungsgemäße Rechnung haben. Eigenbelege (= Rechnungen ohne Angabe des Bewirtenden) reichen selbst dann nicht aus, wenn Sie die Zahlung nachweisen können.

Praxis-Tipp
Nach dem BFH-Urteil würde der Vereinfachungseffekt für Kleinbetragsrechnungen bis 150 € bei der Umsatzsteuer verloren gehen, wenn dieselben Erleichterungen nicht auch für den Betriebsausgabenabzug gelten würden.
Für Sie bedeutet das, dass Sie Ihre Gaststättenrechnungen über 150 € kontrollieren sollten. Fehlt Ihr Name auf der Rechnung, müssen Sie Ihre Bewirtungsrechnung durch den Gaststätteninhaber ergänzen oder neu ausstellen lassen. Nur so können Sie Ihren Betriebsausgabenabzug sichern.

Meine Empfehlung: umfangreiche Informationen, Praxis-Beispiele und Tipps zum Thema Reisekosten finden Sie in unserem  Opens external link in new windowPraxisleitfaden Reisekosten 2012 und Bewirtungskosten


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