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Abschreibung / Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)

27.03.2014 Von: W. Krudewig

Abschreibung: Wann Sie mit der Abschreibung beginnen


Sie beginnen mit der Abschreibung in dem Jahr, in dem Sie das Wirtschaftsgut hergestellt oder angeschafft haben, d.h., sobald Sie die wirtschaftliche Verfügungsmacht erhalten haben. Es spielt keine Rolle, wann Sie das Wirtschaftsgut bezahlen oder tatsächlich für Ihre betrieblichen Zwecke einsetzen.

Praxis-Beispiel:
Ein Unternehmensberater eröffnet am 2.1.2014 seine Beratungspraxis. Im Monat Dezember 2013 hat er die gesamte Büroeinrichtung einschließlich technischer Geräte angeschafft.
Er beginnt mit der Abschreibung in 2013, obwohl er in 2013 noch keine Betriebseinnahmen hatte und die Einrichtungsgegenstände auch noch nicht benutzt hat.

Praxis-Beispiel:
Der Unternehmer kauft einen neuen Firmenwagen, der ihm am 31.12.2013 geliefert wird. Rechnungs- und Lieferdatum sind der 31.12.2013. Das heißt, er hat die wirtschaftliche Verfügungsmacht über das Fahrzeug, auch wenn die Zulassung erst am 5.1.2014 erfolgt ist. Die Anschaffungskosten betragen 25.200 €. Der Unternehmer bucht für das Jahr 2013 die Abschreibung in Höhe von 25.200 € : 6 Jahre = 4.200 : 12 Monate = 350 €.

Legen Sie Wirtschaftsgüter, die Sie ursprünglich für private Zwecke gekauft haben, ins Betriebsvermögen ein, beginnen Sie mit der Abschreibung des Gegenstands im Zeitpunkt der Einlage.

Wichtig:
Sobald Sie die wirtschaftliche Verfügungsmacht erhalten haben, müssen Sie mit der Abschreibung beginnen. Es ist nicht möglich, mit der Abschreibung zu einem späteren Termin zu beginnen. Sie müssen unbedingt die Mindest-Abschreibung (= zeitanteilige lineare Abschreibung) in Anspruch nehmen. Tun Sie dies nicht, geht dieser Teil der Abschreibung verloren.