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SteuerTipp der Woche - Krudewig Steuermedien

Neue Grenzwerte: Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder Bilanzierung?

26.03.2015 - Nr. 12/15

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die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf mit dem Namen „Bürokratie-Entlastungsgesetz“ vorgestellt. Im Wesentlichen handelt es sich um längst erforderliche Anpassungen von Grenzbeträgen und Schwellenwerten, die am 01.01.2016 in Kraft treten sollen.

Vorgesehen ist u.a., die bisherigen Grenzwerte für die Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten zu erhöhen. Bei den Umsätzen wird der Grenzwert von 500.000 € auf 600.000 € und die Gewinngrenze von 50.000 € auf 60.000 € erhöht (§ 241a Satz 1, § 242 Abs. 4 HGB-E). Einige Betriebe, die bisher nach Handelsrecht buchführungspflichtig sind, werden künftig ihren Gewinn durch die einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermitteln können. Die Verpflichtung einen Jahresabschluss zu erstellen, entfällt insoweit.

Die steuerlichen Grenzwerte für die Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten werden inhaltsgleich in die AO übernommen. Das heißt, die Umsatzgrenze wird auf 600.000 € und die Gewinngrenze auf 60.000 € erhöht. Damit ist gewährleistet, dass es für Buchführungspflicht nach Handels- und Steuerrecht keine unterschiedlichen Grenzwerte gibt (§ 141 AO-E).

Die höheren Grenzwerte sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31.12.2015 beginnen. Die bisherige Regelung gilt folglich noch für Geschäftsjahre, die spätestens am 31.12.2015 beginnen. Ebenso sollen die steuerlichen Grenzwerte erstmals für Wirtschaftsjahre gelten, die nach dem 31.12.2015 beginnen. Außerdem ist in dem Gesetzentwurf geregelt, dass niemand zur Buchführungspflicht und Bilanzierung aufgefordert werden soll, dessen Umsätze in den Jahren bis 2015 zwar den bisherigen Schwellenwert, nicht aber den neuen Schwellenwert übersteigen (§ 19 Abs. 3, 4, 8 und 9 EG-AO). 

Praxis-Tipp:
Fordert das Finanzamt Sie jetzt auf, zum 01.01.2016 von der Einnahmen-Überschuss-Rechnung zur Bilanzierung zu wechseln, dann legen Sie dagegen Einspruch ein, wenn Ihr Umsatz 600.000 € und Ihr Gewinn 60.000 € nicht übersteigt. Sie können dann bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung bleiben. Wenn das Finanzamt sich weigern sollte, berufen Sie sich auf den Entwurf des Bürokratie-Entlastungsgesetzes. Es macht schließlich keinen Sinn, wenn Sie nach dem Übergang zur Bilanzierung gleich wieder zur Einnahmen-Überschuss-Rechnung wechseln könnten.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Finanzwirt Wilhelm Krudewig, Steuerberater

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