Sollte diese E-Mail nicht korrekt angezeigt werden, klicken Sie bitte hier
SteuerTipp der Woche - Krudewig Steuermedien

Briefkastenfirmen: Was ist legal und was nicht?

14.04.2016 - Nr. 14/16

###USER_anrede### ###USER_last_name###,

nicht nur Prominente aus Sport und Politik sollen in Panama Briefkastenfirmen unterhalten haben. Vermögen im Ausland z parken, verstößt allerdings nicht automatisch gegen Gesetze. Geld in Panama oder anderen Steueroasen anzulegen, ist nicht illegal. Es kommt allerdings darauf an, was dahintersteckt. Strafbar macht sich allerdings derjenige, der seinem Finanzamt steuerlich relevantes Vermögen verschweigt oder Geld aus kriminellen Geschäften wäscht. 

Briefkastenfirmen haben in der Regel kein wirtschaftliches Geschäft, sondern nur eine Bankverbindung. Briefkastenfirmen werden vorwiegend in einem der Steuerparadiese wie Panama, den britischen Jungferninseln oder den Kaimaninseln in der Karibik gegründet. Um Finanzströme zu verschleiern, wird Geld oft über verschiedene Konten in verschiedenen Länder an die Briefkastenfirma überwiesen. Es ist somit nicht leicht herauszufinden, welche Personen hinter den Gesellschaften stehen.

Grundsätzlich ist die Gründung von Briefkastenfirmen legal. Allerdings werden sie häufig dazu genutzt, um Steuerbetrug, Korruption oder Geldwäsche aus kriminellen Machenschaften zu verschleiern. Andere Briefkastenfirmen dienen der legalen Minderung der Steuerlast, was oft auch als Steuervermeidung bezeichnet wird.

Steueroasen gibt es nur deshalb, weil die Besteuerungssysteme weltweit sehr unterschiedlich ausgestaltet sind. Gewinne werden in der Regel nach den Steuergesetzen der Länder versteuert, in denen die Firmen ihren Sitz haben. Es können z. B. Firmen in Luxemburg oder Irland legal gegründet werden, um dadurch Steuern zu sparen. Da nicht damit zu rechnen ist, dass das Besteuerungsniveau vereinheitlicht werden kann, wird es immer Länder geben, die niedrigere Steuersätzen haben als andere. 

Nach der Aufdeckung anonymer Briefkastenfirmen in Panama hat der Finanzminister einen 10-Punkte-Plan vorgelegt, um die Transparenz von Firmenstrukturen zu verbessern und den Kampf gegen Steuerbetrug und Geldwäsche zu intensivieren. Künftig soll es schwieriger werden, Geld vor dem Staat in Steueroasen zu „verstecken“. Ziel ist unter anderem ein weltweites Firmenregister aufzubauen. Zunächst müsste es nationale Transparenzregister geben, die dann weltweit miteinander vernetzt werden. Vereinheitlicht werden sollten aus Sicht des Finanzministers auch die verschiedenen nationalen und internationalen "schwarzen Listen" mit Steueroasen, um bestimmte Geschäfte zu unterbinden.

Künftig sollten zudem auch in Deutschland und Europa Fehlverhalten von Unternehmen und Banken schärfer belangt und dabei auch Manager stärker in Haftung genommen werden. Vorbild sind unter anderem die USA. Ein generelles Verbot von Briefkastenfirmen wird es wohl nicht geben.

Hinweis:
Laut Medienberichten will die Bundesregierung in Kürze einen Gesetzentwurf einbringen. Das Vorhaben soll Teil der vierten Anti-Geldwäsche-Richtlinie der EU werden. Nach dem Willen des Finanzministers sollen Steuerbetrüger sich nicht in die Verjährung flüchten können. Die Verjährungsfrist soll daher erst beginnen, wenn ein Steuerpflichtiger seinen Meldepflichten für Auslandsbeziehungen nachgekommen sei. Was tatsächlich in welcher Form umgesetzt wird, bleibt abzuwarten.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Finanzwirt Wilhelm Krudewig


Empfehlung: Alle steuerfreien und pauschal zu versteuernden Lohnbestandteile im Überblick! In unserem E-Book "Lohnsteuer- und Sozialversicherungs-ABC"!

E-Book, Lohnsteuer- und Sozialversicherungs-ABCWeniger Steuern zahlen: es kann sich für Arbeitgeber und Arbeitnehmer lohnen, wenn anstelle einer normalen Lohnerhöhung steuerfreie oder pauschal versteuerte Lohnbestandteile zugewendet werden.

Sichern Sie sich die Vorteile, die Sie durch Lohnerhöhungen mit steuerfreien oder pauschal versteuerten Lohnbestandteilen erhalten.

Praxisnah und übersichtlich anhand zahlreicher Tipps und Beispiele.

Opens internal link in current windowJetzt E-Book "Lohnsteuer- und Sozialversicherungs-ABC" kaufen

Werden Sie Fan bei Facebook
Folgen Sie uns auf Twitter

Redaktion:    

Krudewig Steuermedien GmbH
 

Telefon 02225 - 7085826
Telefax 02225 - 7053245

 

Am alten Sägewerk 7
53340 Meckenheim

Amtsgericht Bonn HRB 17478
Geschäftsführer:
Irina Scheidt

Newsletter weiterempfehlen

Weitergehende Informationen erhalten Sie unter www.krudewig-steuermedien.de
Senden Sie uns Ihre Fragen, Anmerkung oder Anregungen an folgende E-Mail Adresse:
 info@krudewig-steuermedien.de

Haftung: Die Inhalte in diesem Steuertipp der Woche wurden sorgfältig ermittelt. Eine Haftung wird dennoch ausgeschlossen.

Abbestellen
Falls Ihnen der Steuertipp der Woche nicht mehr zusagt und Sie sich wieder abmelden möchten oder Sie unwissentlich von einem Dritten angemeldet worden sind, klicken Sie einfach den nachfolgenden Link an und Sie werden automatisch abgemeldet: Diesen Newsletter abbestellen

Hinweis zum Datenschutz: Wir schätzen Ihr Vertrauen in uns. Daher behandeln wir alle Daten, die Sie uns anvertrauen, mit äußerster Sorgfalt. Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.

© 2016 Krudewig Steuermedien GmbH, Meckenheim. Alle Rechte vorbehalten.